Archiv für Februar 2008

Xitang – Zweiter Besuch

Februar 12, 2008

In und um Shanghai gibt es einiges zu sehen, und wir wollen natuerlich so viel wie moeglich erleben. Am 7. Februar sind wir ein wenig durch die Innenstadt spaziert und haben uns Fernsehturm und Fussgaengermeile (Nanjing Road) angesehen. Es war Neujahrstag und damit entsprechend voll, aber doch sehr angenehm. Neben einigen organisatorischen Dingen (U-Bahn Geldkarte, Handy SIM Karte), die wir besorgten, konnten wir Rolfs Wunsch erfuellen, ein chinesisches Starbucks zu besuchen: Preise wie in Deutschland, Getraenke auch. So erwartet man das halt von einer globalen Kette.

Wir waren dann noch in einer Austellung von internationalen Photographen, weil sie direkt am Volksplatz lag, und assen in einem Restaurant (Kueche nach Shandonger Art) zu Abend. Das Essen war scharf, aber im grossen und ganzen nicht schlecht. Rolf gewoehnt sich langsam an Essstaebchen!

Tags darauf fuhren wir nach Xitang, etwa 120 km von Shanghai entfernt (Link zu Google map):

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Xitang ist eine sog. Wasserstadt, d.h. ein altes Dorf mit Wasserkanaelen, das groesstenteils intakt geblieben ist und heute fuer den Tourismus ausgeschlachtet wird. Trotzdem leben dort noch Menschen in traditionellen Bauten.

Auf dem Weg sahen wir an einer Mautstelle der Autobahn eine Ermahnung zum vorsichtigen Fahren: in China in Form eines realen Autowracks mit einem Poster, das die Umstaende und Folgen (2 Tote) des Unfalls erlaeutert.

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Eine nette Idee, fanden wir. Wann es das wohl an deutschen Autobahnauffahrten geben wird?

Nach ca. 2 Stunden kamen wir dann in Xitang an. Dort war es deutlich kaelter als in Shanghai, und wir konnten sogar noch Reste der „Schneekatastrophe“ sehen (hier kombiniert mit einem typisch chinesischen Warnschild):

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Waehrend in Shanghai der Schnee schon fast vollstaendig weggetaut ist, waren in Xitang noch teilweise die Daecher bedeckt – aber es floss schon Schmelzwasser in Stroemen von selbigen. Rechts ein Photo von einer Opernauffuehrung.

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Natuerlich liegt in den Bergen noch mehr Schnee:

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Durchgefroren haben wir dann auch in einem Teehaus Station gemacht

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Xitang hat auch einen Tempel, der aber sehr fuer Touristen hergemacht worden ist:

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xitang_tempel4.jpg xitang_tempel6.jpg xitang_tempel5.jpg

Ach ja, ich hatte ganz vergessen, es zu erwaehnen: wir hatten auch Argos mitgenommen, zu seinem ersten richtigen Ausflug. Er war am Ende des Tages vollkommen erschoepft, nachdem ihm auf der Hinfahrt im Auto am Ende schlecht wurde (Rolfs Hose wurde Opfer), er jede Menge Hunde beschnupperte und zum Schluss auch noch den Zorn eines Strassenkoeters auf sich zog. Hier sind einige Photos von den Strassen/Kanaelen von Xitang, aber er ist nur auf einem zu sehen.

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xitang_dachziegel.jpg xitang_feuerwehr.jpg xitang_wurzel.jpg

Leider laesst sich Rolf nur ungerne photographieren. In steter Suche nach Material fuer den Blog erproben wir seine Geduld, (hoffentlich) ohne ihn zur Explosion zu bringen.

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Christian & Rolf in Shanghai

Februar 9, 2008

Vorgestern war es dann endlich soweit: Christian und Rolf sind in Shanghai gelandet. Die letzten Tage waren, um Rolfs Wortwahl zu gebrauchen, „unentspannt“: Aeroflot stornierte den urspruenglichen Flug, und das Onlinereisebuero bot einen Ersatzflug nach Beijing (!) an. Kommunikation mit den Robots, die bei Expedia Kundenmails beantworten, war ziemlich schleppend, aber schliesslich bekamen die beiden noch einen Flug nach Shanghai, der sogar noch rechtzeitig zum Fruehlingsfest (dem chinesischen Neujahr) am Silvestermorgen landete.

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Auf dem Weg nach Hause hielten wir kurz bei Quanbos Eltern und hatten auch gleich unsere erste Begegnung mit der hiesigen Polizei, die in der Nachbarschaft die Feuerwerkskoerper eines nicht-lizensierten Haendlers beschlagnahmten. Offenbar wird dieses Jahr hart gegen solche Strassenverkaeufer durchgegriffen, wir haben keinen einzigen Stand gesehen, wo noch letztes Jahr Feuerwerk in rauhen Massen verkauft wurde.

Nach einem Mittagessen bei uns setzte Rolf sich mit seinem Jetlag auseinander (6 Stunden Schlaf wirken da Wunder), und wir kuemmerten uns um das Abendessen, denn Quanbos Eltern waren eingelanden, und da waren wir quasi verpflichtet, viele und reichliche Gerichte zu kochen. Zuerst fuhren wir mit Christian einkaufen und wurden Teil der Menschenmassen, die bei Carrefour noch last-minute Besorgungen machten.

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Dann fing das Kochen ernsthaft an, und Christian tranchierte seine erste frische Bambussprosse.

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Die Fleischkloesschen rollte er wie ein Profi, und schnippelte ansonsten, was das Zeug hielt. Als es dunkel wurde, kamen Quanbos Eltern und wir weckten Rolf rechtzeitig zum Essen. Gegen 18 Uhr hatte die Nachbarschaft auch angefangen, ihre Feuerwerkskoerper anzuzuenden, und bis Mitternacht steigerte sich die Show immer weiter. Wir hatten von unserem Balkon aus ab 23 Uhr auch einen tollen Blick auf ein Stadtpanorama mit teilweise wirklich beeindruckendem Feuerwerk.

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Als dann auch noch bei uns im Innenhof die Raketen stiegen, und praktisch auf einer Hoehe mit unserem Balkon explodierten, war das Erlebnis perfekt; Christian hat sogar daran gedacht, ein wenig Video mit seiner Kamera aufzunehmen:

(In Wirklichkeit war alles noch viel lauter und bunter als hier zu sehen.) Um halb eins war dann auch alles vorbei. Wir gingen noch runter, um ein paar Boeller anzuzuenden, aber das grosse Feuerwerk endete abrupt um viertel nach zwoelf.