In und um Shanghai gibt es einiges zu sehen, und wir wollen natuerlich so viel wie moeglich erleben. Am 7. Februar sind wir ein wenig durch die Innenstadt spaziert und haben uns Fernsehturm und Fussgaengermeile (Nanjing Road) angesehen. Es war Neujahrstag und damit entsprechend voll, aber doch sehr angenehm. Neben einigen organisatorischen Dingen (U-Bahn Geldkarte, Handy SIM Karte), die wir besorgten, konnten wir Rolfs Wunsch erfuellen, ein chinesisches Starbucks zu besuchen: Preise wie in Deutschland, Getraenke auch. So erwartet man das halt von einer globalen Kette.
Wir waren dann noch in einer Austellung von internationalen Photographen, weil sie direkt am Volksplatz lag, und assen in einem Restaurant (Kueche nach Shandonger Art) zu Abend. Das Essen war scharf, aber im grossen und ganzen nicht schlecht. Rolf gewoehnt sich langsam an Essstaebchen!
Tags darauf fuhren wir nach Xitang, etwa 120 km von Shanghai entfernt (Link zu Google map):
Xitang ist eine sog. Wasserstadt, d.h. ein altes Dorf mit Wasserkanaelen, das groesstenteils intakt geblieben ist und heute fuer den Tourismus ausgeschlachtet wird. Trotzdem leben dort noch Menschen in traditionellen Bauten.
Auf dem Weg sahen wir an einer Mautstelle der Autobahn eine Ermahnung zum vorsichtigen Fahren: in China in Form eines realen Autowracks mit einem Poster, das die Umstaende und Folgen (2 Tote) des Unfalls erlaeutert.
Eine nette Idee, fanden wir. Wann es das wohl an deutschen Autobahnauffahrten geben wird?
Nach ca. 2 Stunden kamen wir dann in Xitang an. Dort war es deutlich kaelter als in Shanghai, und wir konnten sogar noch Reste der „Schneekatastrophe“ sehen (hier kombiniert mit einem typisch chinesischen Warnschild):
Waehrend in Shanghai der Schnee schon fast vollstaendig weggetaut ist, waren in Xitang noch teilweise die Daecher bedeckt – aber es floss schon Schmelzwasser in Stroemen von selbigen. Rechts ein Photo von einer Opernauffuehrung.
Natuerlich liegt in den Bergen noch mehr Schnee:
Durchgefroren haben wir dann auch in einem Teehaus Station gemacht
Xitang hat auch einen Tempel, der aber sehr fuer Touristen hergemacht worden ist:
Ach ja, ich hatte ganz vergessen, es zu erwaehnen: wir hatten auch Argos mitgenommen, zu seinem ersten richtigen Ausflug. Er war am Ende des Tages vollkommen erschoepft, nachdem ihm auf der Hinfahrt im Auto am Ende schlecht wurde (Rolfs Hose wurde Opfer), er jede Menge Hunde beschnupperte und zum Schluss auch noch den Zorn eines Strassenkoeters auf sich zog. Hier sind einige Photos von den Strassen/Kanaelen von Xitang, aber er ist nur auf einem zu sehen.
Leider laesst sich Rolf nur ungerne photographieren. In steter Suche nach Material fuer den Blog erproben wir seine Geduld, (hoffentlich) ohne ihn zur Explosion zu bringen.
