Archiv für Oktober 2007

Xitang

Oktober 24, 2007

In letzter Zeit habe ich nicht sehr viel von der Uni erzaehlt, das versuche ich demnaechst nachzuholen. Letzte Woche kamen Vertreter der Universitaet Michigan, zum einen, um Studenten zu pruefen, die (als erster Jahrgang des JI) die zweite Haelfte ihres vierjaehrigen Studiums in Michigan verbringen wollen; zum anderen aber sicher auch, um den Zustand des JI und die dort arbeitenden Personen zu evaluieren. Ich habe das eigentlich nicht mitgekriegt, und war wohl auch nicht von so grossem Interesse fuer die Amis, die mehr an der Organisation interessiert waren. Am letzten Sonntag fand dann ein kleiner Ausflug nach Xitang statt, zu der auch Faculty (d.h. u.a. ich) mitsamt Familie (d.h. Quanbo) eingeladen waren.

Ausser uns waren noch ein alter Prof. aus New Mexico (liest hier Engineering 101), Renay (die Suedafrikanerin vom JI) und Czahreena (eine neue Mitarbeiterin des JI aus den Phillipinen), sowie aus Michigan Amy Bell (Kontaktperson von Renay, extrem nervig, kritisch und misstrauisch, aber auf eine Amerikanische Art, bei der man nach aussen immer eitel Sonnenschein macht) und Sharon (Chefin des Admission Office von Michigan) mit Tochter mit. Es war aber tolles Wetter, und Quanbo und ich hatten insgesamt eine kleine Pause noetig, also sind wir trotz etwaiger „uni-politischer“ Komplikationen mitgekommen.

xitang2.jpg

Xitang ist ein kleines „Wasserdorf“ etwa 100 km ausserhalb von Shanghai,
das aus etwa 2-3 Strassen und einem grossen Kanal besteht. Es ist daher sehr uebersichtlich, aber trotzdem einen Ausflug wert.

xitang1.jpg xitang3.jpg

Relativ bald nach unserer Ankunft (die Fahrt ab Schanghai ging dankenswerterweise erst um 10:30 los) assen wir in diesem Restaurant zu Mittag:

xitang4.jpg

Das Mittagessen entwickelte sich dann leider zu einem langen Gespraech ueber das JI und die chinesischen Studenten. Quanbo und die Tochter der Sharon sind fast eingeschlafen! Danach sind wir alle teils zusammen, teils getrennt, durch die paar Wege durch Xitang gelaufen.

Xitang ist sehr stolz darauf, dass eine Szene von Mission: Impossible 3 dort gedreht wurde, in der Tom verwundet durch eben selbe Szenerie hetzt. Es sind diesbezueglich einige Filmposter aufgestellt. Xitang ist insgesamt touristischer als noch vor einigen Monaten geworden, meinte Renay. Ein Fernsehbeitrag ueber das Doerfchen hat dazu wohl einiges beigetragen.

Quanbo und ich sind in einigen kleinen Laeden haengen geblieben, die alten Krams verkauften. Dazu kaufen sie selbigen Krams von den Dachboeden laendlicher Familien fuer praktisch nichts auf, und versuchen ihn an Touris weiterzuverkaufen. Neben Mao-Tellern, Mao-Postern, Mao-Wimpeln und anderen Krams aus kommunistischer Zeit haben sie auch schoene Porzellane von vor ca. 100 Jahren. Leider kennen wir uns ueberhaupt nicht aus, und haben einfach nach der Massgabe „nicht mehr als 10 Euro pro Stueck ausgeben“ einige Stuecke ausgesucht. Daneben noch ein altes Schachspiel mit schoenen geschnitzten Figuren, ein Holzkopfkissen, das gleichzeitig als Schatztruhe dient, eine beinerne Schnupftabakdose mit erotischen Szenen und eine Hochzeitsnachtanleitung in Bilderform fuer junge (und anscheinend behuetete) Maedchen, auf einer Reihe von beinernen Bloecken. Das war mal Schoppen der anderen Art!

Wir haben ansonsten wenig Photos gemacht (zu sehr mit Feilschen beschaeftigt), aber nach Sonnenuntergang gab es noch eine Bootsfahrt bei leuchtenden Laternen:

xitang5.jpg

Von Links: Tochter von Sharon, Quanbo, Renay, Don Neeman, Amy, Czahreena, Sharon

xitang6.jpg xitang7.jpg xitang8.jpg

Gegen 8-9 waren wir dann abends wieder in Shanghai, wo wir noch auf JI Kosten in einem westlichen Bistro essen waren – Huenchen-Tagine und Pilzrisotto fuer Quanbo und mich!

Bilder von unserer Wohnung

Oktober 14, 2007

Nachdem Quanbo diesen tollen langen Beitrag verfasst hat, kommen jezt von mir noch ein paar lange versprochene Photos aus unserer Wohnung. Wir haben zwei Balkone (Sued und Nord) und zwei Terassen, leider beide zur Nordseite. Trotzdem sind sie sehr schoen zum Sitzen, auf der einen haben wir meiner Oma geerbte Gartenmoebel aufgestellt, auf der anderen einen flachen Steintisch:

wohnung2.jpg wohnung1.jpg

Die rote Haengematte habe ich letztes Jahr von meiner Schwester Christiane zum Geburtstag bekommen – mit Hakenset, Duebel und allen drum und dran. Sehr professionell, und super bequem. Jetzt muessen wir nur noch den Steintisch ein wenig zur Seite geschoben bekommen, um etwas mehr Platz zum Schaukeln zu haben.

Auf der Suedterrasse fruehstuecken wir gerne, es wird auch jetzt im Oktober in der Sonne noch richtig warm.

wohnung4.jpg

Hier ist ein Blick in unser Arbeitszimmer, Quanbo ist gerade am telephonieren:

whonung3.jpg

Gestern ist eine Couchgarnitur fuer unser Wohnzimmer geliefert worden, hier aber noch alte Photos, ohne Couch und ohne Untertisch vor dem Fernseher:

wohnung5.jpg wohnung6.jpg

Gegenueber dem Wohnzimmer ist unser Esszimmer, so aufgeraeumt wie auf dem Photo ist es leider nur selten:

wohnung7.jpg

So langsam richten wir uns hier ein. Heute sollen noch Nachtische fuer unser Gaestezimmer eintreffen, und gestern war auch jemand hier, um unsere Fenster auszumessen – wir haben noch geerbte Gardinen, die aufgehaengt werden muessen, und lassen dazu noch welche fuer unser 5.5 m hohes Fenster anfertigen.

Etwas Aerger haben wir noch mit einigen Lampen, die noch korrigiert werden muessen (zwei sind unvollstaendig, eine ist schief angebracht, eine funktioniert nur zur Haelfte). Nebenbei beschlagen einige der doppelt verglasten Fenster von innen, die werden aber gluecklicherweise vom Bauherren ausgetauscht. Etwas nervig ist das trotzdem. Am Durchgang zur Kueche hat sich das Holzfurnier unten schwarz verfaerbt, anscheinend Feuchtigkeit. Wieso, woher, warum – wissen wir nicht. Zudem sind die weiss gemalerten Waende sehr empfndlich gegen jede Art von Schmutz oder Stoessen. Dabei gibt es hier Tapeten (wie auch Gardinen) recht preisguenstig zu haben (Firmen aus England und Frankreich lassen in China drucken, wo es viel billiger als anderswo ist; ein Teil der Produktion kann dann hier an die aufstrebende Mittelklasse verkauft werden). Ich fange schon an, eine mentale Liste fuer eine evt. „Nachrenovierung“ naechstes Jahr zu machen!

Ein Lebenszeichen

Oktober 14, 2007

Liebe Freunde,

wir haben gerade mit Entsetzen festgestellt, dass wir seit fast 6 Wochen nichts von uns haben hoeren lassen. Sorry! Es war auch die Hoelle los hier. Also berichten wir, was wir in der letzten Zeit so erlebt haben.

Argos ist jetzt viel groesser geworden, als er auf den Photos vom letzten Blogeintrag zu sehen war. Er hat inzwischen viele Spielzeuge bekommen, aber den bunten Stoffball, den er als erstes bekommen hat, liebt er am meisten. Wenn man ihn in der Wohnung wirft, kann er stundenlang hinterher rennen, den Ball wiederbringen und wieder losrennen. Tja, er ist halt ein Jagthund! Ansonsten kaut er gerne Quanbos Hausschuhe und Sandalen. Er passt gerade noch so in den Hundekorb, bald muessen wir wohl einen groesseren fuer ihn besorgen.

argus11.jpg argus2.jpg argus3.jpg

Argos wird allmaehlich stubenrein. Wir versuchen, nicht lange wegzubleiben. Falls wir einen ganzen Tag nicht zu Hause sind, duerfen Quanbos Eltern sich um ihn kuemmern. Das machen sie gerne, sie kaufen extra Hundeknochen fuer ihn und verwoehnen ihn total. Danach kriegt er immer einen Kugelbauch. Er benimmt sich aber anstaendig. Hier gibt es keine Hundeschule, ich hoffe, wir schaffen es dennoch, ihn zu erziehen. In Shanghai muss man einen Hundehalterschein beantragen, welcher 1000 Yuan (ca. 100 Euro) pro Jahr kostet. Falls man ohne den Schein mit dem Hund erwischt wird, nimmt der Polizist den Hund einfach mit, der Hund ist damit fuer immer weg! Naechste Woche werden wir Argos impfen gehen und dann den Schein beantragen.

Am 19. September sind Nora und Gunnar aus Korea gekommen, um uns zu besuchen. Es gab den befuerchteten Taifun, aber er war nicht so schlimm, wie die Presse erwartet hatte. Es war ein bisschen windig und es hat geregnet, so viel haben wir von dem Taifun mitbekommen. Gunnar musste am ersten Tag um 15 Uhr einen Vortrag halten, also ist er gleich nach der kurzen Fahrt mit der Magnetschwebebahn dorthin gefahren, waehrend Nora mit Quanbo zu uns nach Hause kam. Es gab erstmal Mittagessen, dann Cappuccino, dann haben wir gepaudert. Gegen Abend sind wir zu einer Bar in die Stadt gefahren, haben dort happy hour Cocktails genossen und auf Gunnar gewartet. Es gab natuerlich viel zu berichten. Wir haben zu Hause noch einen Whisky getrunken, waehrend die beiden uns Mitbringsel (Kraeuter, Messbecher, Vanillezucker etc., was man hier gar nicht bekommt) gegeben haben.

nora_quanbo_lujiazui.jpg

Am 20. war Quanbo mit den beiden im Yu-Garten, es gab reichlich zu sehen und einzukaufen, dass sie nichts anderes an dem Tag geschafft haben. Nach einme leckeren chinesischen Essen im Retsuarant sind wir zu einme Massagesalon gegangen, wo wir VIP-Kunden sind und nur 70% des regulaeren Preises bezahlen mussten. Es war eine Ganzkoerpermassage mit Oel und tat sehr gut. Wir waren erst um Mitternacht zu Hause.

Am Vormittag vom 21. war Quanbo mit den beiden im Longhua-Tempel. Gegen 11 Uhr haben sie sogar eine Zeremonie miterleben koennen. Am Nachmiitag und am 22. waren wir alle in Hangzhou, wo wir einerseits den beiden was von der Stadt zeigen wollten und andererseits vor dem Mondfest (am 25. September) probierten, bei Liquormart, wo wir unsere Likoere auf Kommissionsbasis ausgestellt hatten, Kunden kostenlos Proben auszuschenken. Dummerweise war das Wetter ganz schlecht, ausserdem war der Samstag ein autofreier Tag, aslo waren leider nicht so vile Kunden da, wie wir erwartet haben. Die Transportfirma hat ausserdem nicht geschafft, puenktlich Likoere nachzuliefern. Na ja. Dennoch wurde was verkauft. Die Filialen bekriegten sich untereinander, unsere Likoere unterde Nagel zu reissen. Ein gutes Zeichen!

Wir haben aber noch Zeit gefunden, in Hangzhou ein wenig ueber die Huegel zu klettern, wo wir einen Taoistischen Tempel besuchtenn. Es nieselte, aber die Natur war bei dem Wetter vielleicht sogar am schoensten – hier ein paar Photos:

hangzhou1.jpg hangzhou2.jpg hangzhou3.jpg

hangzhou4.jpg hangzhou5.jpg hangzhou6.jpg

Am 23. sind Nora und Gunnar schon wieder abgefolgen. Die Zeit war viel zu kurz, so dass man alles sehen konnte und ueber vieles reden konnte, aber dennoch war es sehr schoen, sie mal bei uns zu haben. Das Gaestezimmer wurde somit eingeweiht. Wir warten gespannt auf die naechsten Besucher. Rolf, lass’ mal wieder was von dir hoeren!

Ueber dieselbe Uebersetzungsfirma, die Quanbo damals zu der Sial-Messe geschickt hatte, hat sie wieder einen Auftrag bekommen, zwar fuer ein Trainning zu dolmetschen. Siehe http://www.syep.net. Am 23. September sollte sie den Deutschen begleiten und einen Ausflug nach Suzhou machen. Das Wetter war miserabel, ein Ingenieur der Firma hat sie dahin gefahren. Es gab einen Riesenstau, so dass sie insgesamt 2,5 Stunden gebraucht haben, obwohl die Strecke nur ca. 100 km war. Der Fahrer war unfaehig, die Sehenswuerdigkeiten zu finden, also haben sie eine Rikscha genommen und dann eine Bootsfahrt gemacht, wo der Fahrer noch Lieder gesungen hat. Dann haben sie einen grossen Garten besichtigt. Da keiner so richig Lust hatte, wollten sie sich auf den Weg machen. Der Fahrer hat vergessen, auf welchem Parkplatz er den Wagen abgestellt hat! Sehr peinlich! Auf dem Rueckweg gab es wieder Stau, diesmal hat es 3 Stunden gekostet. Der Deutsche hatte keine Lust mehr und wollte nichts zu Abend essen, da er sich noch vorbereiten wollte. Ach ja, er war 2,08 m gross!

Am Montag hat Quanbo ihn vom Hotel abgeholt und ist mit dem Taxi weiter zur Firma gefahren. Mitten im Tunnel brach das Taxi zusammen, der Fahrer hat mir gestanden, dass sein Auto nicht in Ordnung sei und die Klimaanlage dazu gefuehrt habe, dass es zusammenbrach. Wie schoen, dann musste man fuer die Fahrt naemlich nichts bezahlen. Im Tunnel war es schwierig, ein freies Taxi anzuhalten, aber Quanbo hat es trotzdem noch geschafft. Gegen 9:20 Uhr ging das Trainning los. Quanbo hat sich die Unterlagen schon vorher angeschaut, also war es ok, fast simultan zu dolmetschen. Die Mitarbeiter waren schlecht ausgebildet und wussten z.B. nicht, dass v fuer die Geschwindigkeit steht. Der Deutsche war entsetzt. Nach einer 2stuendiger Mittagspause ging es weiter bis 17 Uhr. Danach war Abendessen angesagt.

Dienstag war aehnlich, es kamen noch drei Leute hinzu, die zu einer Firma gehoerten, die Produkte von epro kauften. Aber nach dem Vormittagsprogramm sind sie gleich abgehauen. Das Training ging bis 15 Uhr, dann haben einige Mitarbeiter noch Fragen gestellt. Der Deutsche war erstaunt, dass sie immer noch mit einer uralten Version des Software arbeiteten, obwohl er jedes Hagr eine aktuelle Version nach Peking schickte. Zum Schluss haben sie sich noch mit dem chinesischen Chef unterhalten. Es ist moeglich, dass Quanbo spaeter als Nebenjob fuer die Kommunikation zwischen der Hauptfirma in Deutschland und der Firma in Shanghai sorgen soll. Mal sehen, wie die Bezahlung ist. Es war Mondfest, keiner hatte Zeit, den Deutschen zu begleiten, da man wegen des Familienfestes zu Hause essen sollte. Quanbo hat Horst angerufen, dass er mit zu einer Bar namens Blue Frog kommen sollte, um den Deutschen ein wenig zu unterhalten. Nach einem ewigen Stau sind wir endlich in der Bar angekommen. Es gab happy hour, wo man fuer einen Preis zwei Cocktails trinken konnte. Der Deutsche hat sich die ganze Zeit mit mir unterhalten, sogar die Telephonkonferenz um 20 Uhr war ihm egal. So sind wir bis 21 Uhr sitzengeblieben und waren erst spaet bei Quanbos Eltern, wo wir gemeinsam Haeagen-Dazs Mondkuchen gegessen haben.

Am Mittwoch wollte der Deutsche shoppen gehen. Er suchte gefaelschte Uhren von A. Lange und Soehne, solche gab es in der Freihandelszone. Der Fahrer hat zwei Sunden gebraucht, um sie zu finden. Den kann man echt erschiessen! Schliessendlich haben sie die Uhren gefunden und zwei Stueck fuer 2000 Yuan gekauft. Auf dem Weg in die Stadt hat der Deutsche die Uhr angemacht und festgestellt, dass ein Zeiger fuer den Wochentag fehlte. Im Laden gab es ihn noch! Also zurueck, Umtausch und wieder in die Stadt. Diemal hat er einen Wasserfleck entdeckt. Aber da er noch was von der Stadt sehen wollte, sind sie nach einem Mittagessen in den Yu-Garten gefahren. Er hat dort eine Stempel fuer seinen Sohn machen lassen und viele Photos gemacht. Dann haben sie am Fluss noch ein paar Photos gemacht. Der Deutsche hat wieder aufs Abendessen verzichtet und wollte Koffer packen.

Am Donnerstag hat Quanbo ihn vom Hotel abgeholt und sie haben die Uhr umgetauscht. Dann sind sie mit der Magnetschwebebahn zum Flughafen gefahren. Danach ist Quanbo zur Firma gefahren, um das Geld abzurechnen. Sie hat mit der Ubersetzungsfirma abgemacht, dass sie den Ausflug 500 Yuan bekommt und fuer einen Trainningstag 600. Bei epro habe sie aber erfahren, dass sie erst den Vertrag unterschreiben musste und dann erst an ihre Daten ran konnte. Die Uebersetzungsfirma hat naemlich behauptet, Quanbo sei ganz toll und fast eine halbe Deutsche und habe physik studiert blabla. So hat sie 1000 bzw. 1400 Yuan pro Tag kassiert. Quanbo und Epro waren nicht begeistert, dass die Firma so viel zurueckbehalten hat, also haben sie unereinander abgemacht, 1000 Yuan pro Tag und 125 fuer jede Ueberstunde. So hat Quanbo 6000 Yuan bar auf die Hand bekommen. Von der Uebersetzungsfirma kriegt sie noch 1700 Yuan. Insgesamt war es sehr nett und hat Spass gemacht. Ach ja, am Mittwoch rief die Uebersetzungsfirma Quanbo an und wollte wissen, ob das Trainning weiterginge. Sie sagte nein, Gottseidank hat die Firma das gleiche behauptet! Denn es sei nicht erlaubt, dass sie die Leute direkt kontaktiere. Na ja.

Wegen des chinesischen Nationalfeiertags hat Horst eine Vorlesung am Wochenende halten muessen, um dann eine Woche Ferien zu bekommen. Da er ziemlich urlaubsreif war, haben wir uns spontan beschlossen, Urlaub zu machen – Richtung Suzhou, auch um uns den dortigen Alkoholmarkt anzuschauen. Nach einer hlaben Stunde Zugfahrt sind wir im Sofitel angekommen. Da wir online gebucht haben, brauchten wir nur 688 Yuan pro Nacht statt 2300 Yuan zu bezahlen. Das Hotel ist naemlich das einzige mit einem Pool unter freiem Himmel. In der Bar gab es abends happy hour, d.h. man bekam zwei Cocktails fuer einen Preis – ca. 5 Euro, im Restaurant konnte man fuer 17 Euro, bzw. die Haelfte, wenn man zu den ersten 10 Gaesten gehoerte, so viel Taschenkrebse (Oktober ist die beste Krebszeit), Meeresfruechte und gegrilltes Fleisch essen, wie man nur konnte. Wir waeren gerne laenger geblieben, aber die Uni ruft!